Das ich und die Vita

Künstlerisch schaffend, ist Michael Pischke seit 1984 tätig.

Der freie Grafik-Designer und Künstler arbeitet mit Rost auf Stahlblechen verschiedenster Stärke und Größe, die er mit Säuren bearbeitet, um eine gezielte Rostumwandlung auszulösen.

 

Je nach Motivik oder Ausgangssituation geht er mit den Roststrukturen in den kreativen "Dialog". Mit seiner speziellen Mischtechnik aus Acrylfarben, Pastellstiften und Collagen-Anteilen von Fundstücken aus Metall oder Holz erweitert Pischke teilweise die Perspektiven der

Bildwerke um ein haptisches Moment.

In einem zweiten Schaffenszyklus setzt sich der Grafiker mit stilisierten Landschaften auseinander, die er auf großformatigen, gebrauchten Schalbrettern visualisiert.

Auch hier kommt eine speziell entwickelte Mischtechnik aus Acrylfarben, Pastellen und Rindenteilen oder Metallplacken zur Anwendung.

 

Partiell werden auch anteilig wieder Farbanteile weggeschliffen oder mit einem Skalpell entfernt.

Technik, Thema, Titelgebung und Materialität des Bildes sind dem Kunstler in seinem Schaffensprozess hierbei gleichermaßen wichtig.

Gebrauchsspuren, Risse und Maserungen auf den als Bildträger verwendeten Schalbrettern, oder gewachsene Roststrukturen auf Metallplatten, beeinflussen den kreativen Ideen- und Schaffensprozess von Michael Pischke. In Verbindung mit zuvor klar gestellten Motiv-Thematiken und Titelgebungen als Ausgangsidee entstehen die vom gegenständlichen ins teilweise leicht abstrakte abgleitenden Sujets. Themen sind urbane Räume, anonyme Innenräume und Aussenräume mit landschaftlichen Zitaten. Hierbei taucht auf den Werken auch hin und wieder ein leerer Stuhl auf, der dem Betrachter die Frage nach dem Verweilen oder Gehen offen lässt. Schematisch angedeutete Formen von figurativen Elementen definieren den Menschen in Interaktion mit der gezeigten Umgebung.

 

Geboren am 14.06.1971 in Bottrop-Kirchellen.

1993-1998 Studium Grafik-Design und freie Kunst.

Seit 1998 arbeitend als Dipl. Grafik-Designer in Agenturen.

Seit 2006 selbstständig mit eigenem Designburo in Essen.

Seit 2000 in Essen-Rüttenscheid lebend.

 

Künstlerisch tätig seit 1984 im Bereich der Malerei.

Seit 2004 kunstlerisch schaffend in einem Großraumatelier des Unperfekthauses Essen. Seit 1997 mehre Einzel- und Gemeinschaftsausstellungen im Ruhrgebiet.

Kunstlerische Themen sind Naturräume, urbane Räume, anonyme Innenräume und Straßenansichten.

 

Materialien wie Stahlplatten, Bleche und gebrauchte Schalbretter bilden die Träger der Sujets und gelten selber als künstlerisches Ausdrucksmittel und sind nicht als bloßer Träger zu verstehen.

 

Metall- und Holzcollagen aus Fundstücken ergänzen die bildgebenden Anteile der Werke.

Rost, der mit Firnis versiegelt die Ewigkeit überdauert, bildet oftmals den Ersatz zur Farbe.

Immer wieder werden Pastellkreiden, Kohlespuren, Eddingmarker pur Pigmente und Aquarellfarben verarbeitet.

Rost und Korrosion stehen in den Arbeiten als Symbol fur Vergänglichkeit, Veränderbarkeit, Transformation,

Zufall. Es entsteht während der Arbeit eine Korrespondenz mit dem Rost, der oftmals Bildanteile vorgibt

aber auch gelenkt werden kann. So definiert der Kunstler seine Arbeit auch als „Dialog mit Rost“.